Vergriffen?

Aufmerksame Leser haben es vermutlich schon bemerkt. Einige meiner Titel sind momentan vergriffen. Das betrifft folgende Romane:
  • Bluttrinker (eBook und Print)
  • Portal des Vergessens (eBook)
  • Die Wächter Edens (eBook)
  • Welt aus Staub (eBook und Print)
Hintergrund: Die Rechte an diesen Büchern sind wieder bei mir. Komplett. Beim Portal und den Wächtern wurden die Printausgaben bereits „verramscht“, also an einen Verwerter verkauft. Darum sind hier noch Printausgaben erhältlich.

Wie geht es nun weiter?
Der Plan ist es, die Bücher alle nach und nach wieder über Amazon verfügbar zu machen. Ja, ja, Amazon ist böse, zerstört den Buchmarkt, nimmt Autoren in Geiselhaft und überhaupt. Ich werde mich an der Diskussion nicht beteiligen. Ich habe neulich einen sehr guten Beitrag dazu gefunden, der meine eigene Ambivalenz schön spiegelt. Die ganze Empörung ist mir zu aufgesetzt. Wenn das wieder niemand geahnt hatte, dann ist der Buchmarkt noch verschlafener als ich dachte. Aber darum soll es heute nicht gehen, seht es mir bitte nach.

Wichtig für euch: Die Bücher kommen wieder in den Handel. Vermutlich erst einmal nur über Amazon. Sollte es irgendwann einfacher sein, Bücher als pdf zu verschicken und im Gegenzug einen PayPal-Button einzurichten, werde ich das tun. Aber momentan geht es mir darum, mit meinen Geschichten eine breite Masse erreichen zu können. Also komme ich um Amazon nicht herum.

Was kommt danach?
Ich bin mit einigen Geschichten noch nicht fertig. Bluttrinker (wird beim Relaunch vermutlich einen neuen Titel bekommen) wird noch eine Fortsetzung erhalten. Dann werde ich in Kanduras in der Zeit wieder nach vorne springen und an die Chroniken anschließen. Also, ja, es wird auch mit den Charakteren aus den Chroniken weitergehen.
Welt aus Staub wird vorerst ein Einzelroman bleiben. Unter Umständen werde ich hier bei der Neuveröffentlichung ein alternatives Ende schreiben. Das Ende, das ich ursprünglich für den Roman geplant hatte.
Die Wächter Edens werden eine Fortsetzung in Novellenform erhalten. Wann? Puuuh, keine Ahnung *g*
Dieses Jahr wird hoffentlich noch ein Steamfantasy-Roman fertig. Dort gehe ich bald auf die Zielgerade. Aber ich mache mir momentan keinen Druck. Seid mir bitte nicht böse, der Brotjob fordert Zeit, eine Übersetzung fordert Zeit und ich will mich nicht hetzen. Das würde der Geschichte nur schaden.
Ach ja, ein Studiomikrofon findet bald seinen Weg zu mir. In erster Linie für den Podcast, den ich mit Frau und Freunden betreibe: moageeks. Aber was spricht dagegen, die eigenen Texte einzusprechen? Genau, Nichts.

Ihr seht, ich habe einen Haufen Ideen, noch mehr Projekte in der Pipeline und (wieder) wahnsinnig viel Spaß am Schreiben. Vielleicht schaffe ich es sogar, hier regelmäßiger zu schreiben.

In diesem Sinne,
SRB

Frisch vom Schreibtisch pt.1

Auf der Autorenseite auf Facebook hatte ich ja nachgefragt, was ihr euch so an Inhalten auf meinen Seiten wünscht. Leseproben wurden da genannt. Und Sachen aus dem Schaffensprozess.

Okay, dann will ich mal euren Wünschen nachkommen. Erst die Leseprobe, danach ein paar Worte zum aktuellen Projekt.

Einer der Gruppe trat vor - er trug seltsamerweise keinen kunstvoll geflochtenen Bart, der buschig unter dem Helm hervorragte, und seine Rüstung war an den Rändern mit goldenen Verzierungen versetzt. Auf dem Brustpanzer prangte das Emblem einer Axt, die einen Orkschädel spaltete.
Zumindest nahm Nefhiliel an, dass es sich bei der Zeichnung um einen Orkschädel handelte, denn sie musste sich hier rein auf ihr Bücherwissen verlassen.
Der Zwerg nahm den Helm ab und lächelte breit. »Es ist mir eine Ehre, die elfischen Freunde zu begrüßen!«, sagte er laut, und seine Stimme donnerte gegen die sie umgebenden Felsen. »Ich bin Khûlgrim, General der königlichen Schildwachen, und es ist mir eine Freude, die Hohe Tochter auf dem letzten Stück des Wegs zu begleiten.«
Nefhiliel deutete eine Verbeugung an. »Ich weiß, dass meine Ankunft schon vor zwei Tagen erwartet wurde. Und ich hoffe, dass dies keine Unannehmlichkeiten bereitete.«
General Khûlgrim kratzte sich verlegen am Kopf. »Ein wenig gesorgt haben wir uns schon, Prinzessin.« Dann fiel sein Blick auf Culnauir und dessen Späher, und er räusperte sich verlegen. »Aber ich bin mir sicher, dass Euer Vater Euren Schutz in fähige Hände gelegt hat.«
Offenbar reichten seine perfekten Manieren nur für die einstudierte, förmliche Begrüßung, erkannte Nefhiliel mit einem Lächeln. Ihr war ein weniger steifer Rahmen ohnehin lieber. Und die offen gezeigte Fröhlichkeit des Zwerges war ihr mehr als willkommen.
Sie blickte Culnauir lächelnd an. »Das hat er, werter General Khûlgrim.«
»Dann wollen wir mal weiter«, sagte der Zwerg nach einer kurzen Pause. »Euer Bote meinte, dass Ihr keine Feier zu Euren Ehren wünscht, ist das richtig?«
Sie nickte verlegen. »Mir erschien der Grund für mein Kommen nicht als angemessen.«
»Na ja«, sagte der Zwerg und zuckte die Achseln, »wir könnten den
Schöpfer preisen, den Frieden besingen und herausfinden, welcher Jahrgang des Elfenweins denn nun der beste ist.«
Sie lächelte, schüttelte jedoch bestimmt den Kopf. »Ich möchte nicht die Ernsthaftigkeit meines Besuchs durch eine fröhliche Feier trüben.«
Wieder zuckte der Zwerg die Achseln. »Kindchen ...«, begann er und ließ damit endgültig jegliche Etikette beiseite. »Wir feiern nicht den Grund Eures Besuchs. Wir feiern die Tatsache, dass Ihr uns überhaupt besuchen kommt!«
Sie runzelte die Stirn, doch bevor sie etwas erwidern konnte, wedelte der Zwerg bereits mit einem stummeligen Finger vor ihrem Gesicht. »In den Jahren des Krieges hätten wir niemals so ungezwungen zusammentreffen können. Eure Reise wäre selbst in Begleitung einer ganzen Armee kaum sicher gewesen. Prinzessin Nefhiliel, ich kann Euch wahrlich nicht vorschreiben, wie Ihr zu leben habt, doch lasst Euch eines gesagt sein: Man sollte immer die schönen Momente des Lebens genießen und sie voll auskosten. Der nächste Haufen Kuhscheiße wartet nämlich direkt um die Ecke. So sagt es Morfius' Gesetz.«
»Morfius?«
Khûlgrim grinste breit. »Der einzige Zwerg, der sein Leben jemals der Forschung gewidmet hat. Er wollte unter anderem herausfinden, warum Goblins immer auf die Fresse fallen, wenn man sie schubst.«
»Klingt recht grausam«, warf sie ein.
»Aber es stimmt. Sie haben zu schwache Arme und einen zu schweren Schädel, fand er heraus. Und wir konnten uns das schon häufiger zunutze machen, indem wir sie bei Angriffen ins Stolpern brachten.« Khûlgrim und die übrigen Zwerge verfielen in schallendes Gelächter. »Später widmete sich Morfius dann der Frage nach Zufall und Schicksal.« Er schüttelte traurig den Kopf. »Wurde verrückt, der arme Kerl. Hat irgendwann behauptet, der Zufall würde ihm auflauern und ihm böse Streiche spielen ... Seitdem überlassen wir die Forschung wieder ganz den Gnomen und konzentrieren uns auf unser Handwerk.«


Was fällt auf?
Der Hang zu unaussprechlichen Namen verrät es: Wir befinden uns in der High Fantasy ...
Nicht ganz!
Ich nenne es liebevoll Steamfantasy, weil es ein Mix aus Steampunk und High Fantasy ist.
Der nächste Roman wird bedeutend weniger episch als die Geschichten, die in Kanduras spielen (dazu in einem späteren Blogeintrag mehr). Es wird (soll) stellenweise auch mal lustig sein, was gar nicht so einfach ist. Dinge, die ich komisch finde, wie kopflastige Goblins, findet ihr vielleicht doof. Gnome, die mit Dampfmaschinen hantieren finde ich vielleicht cool, ihr vielleicht langweilig. Wenn diese Dampfmaschinen dann auch noch riesige Rüstungen antreiben, finde ich das vielleicht absolut hinreißend und ihr nur doof. Da steckt man nicht drin. Steckt man nie. Aber prinzipiell ist gerade alles Komische besonders schwer.
Humor wirkt unheimlich schnell aufgesetzt. Und wenn eine Actionszene ein wenig holprig daherkommt, verzeiht man das eher, als wenn ein Witz nicht zündet, glaubt mir.

Was bleibt zu der Geschichte noch zu sagen? Natürlich gibt es eine Landkarte. Ohne Landkarte geht der moderne Fantasyautor nicht einmal aufs Klo! Sehr ungewöhnlich für mich ist jedoch, dass ich die Karte bisher nicht zu zeichnen versucht habe. Und es wird sich ohnehin jemand finden müssen, der sie für den Roman zeichnet, weil sogar meine Strichmännchen krumm sind.

Was erwartet euch noch in dem kommenden Roman? Nun, wie für meine Fantasy mittlerweile üblich, werden die bekannten Stereotypen der Völkerfantasy genommen und im Verlauf der Geschichte mehr oder weniger stark aufgebrochen. Natürlich gibt es eine große Schlacht - und Verluste. Diesmal wird es echt viele liebgewonnene Figuren kosten. Geht einfach nicht anders.

An diesem Roman schreibe ich schon erstaunlich lange. Es haben sich immer andere Projekte in den Vordergrund gedrängt, darum bin ich besonders froh, dass ich ihn endlich (geplant: Ende Februar) abschließe. Die Geschichte hat sich auch über die Jahre in meinem Kopf erstaunlich gut entwickelt, ist dabei aber auf eine ganz besondere Art stabil geblieben. Das gefällt mir, denn wenn sie mir auch nach fünf Jahren noch gefällt, dann kann ich es wagen, sie euch zu präsentieren.

Also, drückt mir die Daumen, dass ich bald schon mehr verraten kann. Sobald die Autorenseite 300 „gefällt mir“ hat, verrate ich den Titel.

Bis zum nächsten Mal,
SRB


Frisch vom Schreibtisch pt.1

Auf der Autorenseite auf Facebook hatte ich ja nachgefragt, was ihr euch so an Inhalten auf meinen Seiten wünscht. Leseproben wurden da genannt. Und Sachen aus dem Schaffensprozess.

Okay, dann will ich mal euren Wünschen nachkommen. Erst die Leseprobe, danach ein paar Worte zum aktuellen Projekt.

Einer der Gruppe trat vor - er trug seltsamerweise keinen kunstvoll geflochtenen Bart, der buschig unter dem Helm hervorragte, und seine Rüstung war an den Rändern mit goldenen Verzierungen versetzt. Auf dem Brustpanzer prangte das Emblem einer Axt, die einen Orkschädel spaltete.
Zumindest nahm Nefhiliel an, dass es sich bei der Zeichnung um einen Orkschädel handelte, denn sie musste sich hier rein auf ihr Bücherwissen verlassen.
Der Zwerg nahm den Helm ab und lächelte breit. »Es ist mir eine Ehre, die elfischen Freunde zu begrüßen!«, sagte er laut, und seine Stimme donnerte gegen die sie umgebenden Felsen. »Ich bin Khûlgrim, General der königlichen Schildwachen, und es ist mir eine Freude, die Hohe Tochter auf dem letzten Stück des Wegs zu begleiten.«
Nefhiliel deutete eine Verbeugung an. »Ich weiß, dass meine Ankunft schon vor zwei Tagen erwartet wurde. Und ich hoffe, dass dies keine Unannehmlichkeiten bereitete.«
General Khûlgrim kratzte sich verlegen am Kopf. »Ein wenig gesorgt haben wir uns schon, Prinzessin.« Dann fiel sein Blick auf Culnauir und dessen Späher, und er räusperte sich verlegen. »Aber ich bin mir sicher, dass Euer Vater Euren Schutz in fähige Hände gelegt hat.«
Offenbar reichten seine perfekten Manieren nur für die einstudierte, förmliche Begrüßung, erkannte Nefhiliel mit einem Lächeln. Ihr war ein weniger steifer Rahmen ohnehin lieber. Und die offen gezeigte Fröhlichkeit des Zwerges war ihr mehr als willkommen.
Sie blickte Culnauir lächelnd an. »Das hat er, werter General Khûlgrim.«
»Dann wollen wir mal weiter«, sagte der Zwerg nach einer kurzen Pause. »Euer Bote meinte, dass Ihr keine Feier zu Euren Ehren wünscht, ist das richtig?«
Sie nickte verlegen. »Mir erschien der Grund für mein Kommen nicht als angemessen.«
»Na ja«, sagte der Zwerg und zuckte die Achseln, »wir könnten den
Schöpfer preisen, den Frieden besingen und herausfinden, welcher Jahrgang des Elfenweins denn nun der beste ist.«
Sie lächelte, schüttelte jedoch bestimmt den Kopf. »Ich möchte nicht die Ernsthaftigkeit meines Besuchs durch eine fröhliche Feier trüben.«
Wieder zuckte der Zwerg die Achseln. »Kindchen ...«, begann er und ließ damit endgültig jegliche Etikette beiseite. »Wir feiern nicht den Grund Eures Besuchs. Wir feiern die Tatsache, dass Ihr uns überhaupt besuchen kommt!«
Sie runzelte die Stirn, doch bevor sie etwas erwidern konnte, wedelte der Zwerg bereits mit einem stummeligen Finger vor ihrem Gesicht. »In den Jahren des Krieges hätten wir niemals so ungezwungen zusammentreffen können. Eure Reise wäre selbst in Begleitung einer ganzen Armee kaum sicher gewesen. Prinzessin Nefhiliel, ich kann Euch wahrlich nicht vorschreiben, wie Ihr zu leben habt, doch lasst Euch eines gesagt sein: Man sollte immer die schönen Momente des Lebens genießen und sie voll auskosten. Der nächste Haufen Kuhscheiße wartet nämlich direkt um die Ecke. So sagt es Morfius' Gesetz.«
»Morfius?«
Khûlgrim grinste breit. »Der einzige Zwerg, der sein Leben jemals der Forschung gewidmet hat. Er wollte unter anderem herausfinden, warum Goblins immer auf die Fresse fallen, wenn man sie schubst.«
»Klingt recht grausam«, warf sie ein.
»Aber es stimmt. Sie haben zu schwache Arme und einen zu schweren Schädel, fand er heraus. Und wir konnten uns das schon häufiger zunutze machen, indem wir sie bei Angriffen ins Stolpern brachten.« Khûlgrim und die übrigen Zwerge verfielen in schallendes Gelächter. »Später widmete sich Morfius dann der Frage nach Zufall und Schicksal.« Er schüttelte traurig den Kopf. »Wurde verrückt, der arme Kerl. Hat irgendwann behauptet, der Zufall würde ihm auflauern und ihm böse Streiche spielen ... Seitdem überlassen wir die Forschung wieder ganz den Gnomen und konzentrieren uns auf unser Handwerk.«


Was fällt auf?
Der Hang zu unaussprechlichen Namen verrät es: Wir befinden uns in der High Fantasy ...
Nicht ganz!
Ich nenne es liebevoll Steamfantasy, weil es ein Mix aus Steampunk und High Fantasy ist.
Der nächste Roman wird bedeutend weniger episch als die Geschichten, die in Kanduras spielen (dazu in einem späteren Blogeintrag mehr). Es wird (soll) stellenweise auch mal lustig sein, was gar nicht so einfach ist. Dinge, die ich komisch finde, wie kopflastige Goblins, findet ihr vielleicht doof. Gnome, die mit Dampfmaschinen hantieren finde ich vielleicht cool, ihr vielleicht langweilig. Wenn diese Dampfmaschinen dann auch noch riesige Rüstungen antreiben, finde ich das vielleicht absolut hinreißend und ihr nur doof. Da steckt man nicht drin. Steckt man nie. Aber prinzipiell ist gerade alles Komische besonders schwer.
Humor wirkt unheimlich schnell aufgesetzt. Und wenn eine Actionszene ein wenig holprig daherkommt, verzeiht man das eher, als wenn ein Witz nicht zündet, glaubt mir.

Was bleibt zu der Geschichte noch zu sagen? Natürlich gibt es eine Landkarte. Ohne Landkarte geht der moderne Fantasyautor nicht einmal aufs Klo! Sehr ungewöhnlich für mich ist jedoch, dass ich die Karte bisher nicht zu zeichnen versucht habe. Und es wird sich ohnehin jemand finden müssen, der sie für den Roman zeichnet, weil sogar meine Strichmännchen krumm sind.

Was erwartet euch noch in dem kommenden Roman? Nun, wie für meine Fantasy mittlerweile üblich, werden die bekannten Stereotypen der Völkerfantasy genommen und im Verlauf der Geschichte mehr oder weniger stark aufgebrochen. Natürlich gibt es eine große Schlacht - und Verluste. Diesmal wird es echt viele liebgewonnene Figuren kosten. Geht einfach nicht anders.

An diesem Roman schreibe ich schon erstaunlich lange. Es haben sich immer andere Projekte in den Vordergrund gedrängt, darum bin ich besonders froh, dass ich ihn endlich (geplant: Ende Februar) abschließe. Die Geschichte hat sich auch über die Jahre in meinem Kopf erstaunlich gut entwickelt, ist dabei aber auf eine ganz besondere Art stabil geblieben. Das gefällt mir, denn wenn sie mir auch nach fünf Jahren noch gefällt, dann kann ich es wagen, sie euch zu präsentieren.

Also, drückt mir die Daumen, dass ich bald schon mehr verraten kann. Sobald die Autorenseite 300 „gefällt mir“ hat, verrate ich den Titel.

Bis zum nächsten Mal,
SRB